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Panorama der Hamburger U-Bahn-Station Hafencity Universität, mit den Lichtspuren eines vorbeifahrenden Zuges. Das Bild symbolisiert die Dynamik der PENSIONSKASSE der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft -VVaG-.

Risikomanagement bei der PENSIONSKASSE

Wie wir in einem früheren Artikel angekündigt hatten, beabsichtigen wir, auf unserer Homepage in unregelmäßigen Abständen Einblicke in unsere Struktur und die Tätigkeit der Mitarbeitenden zu geben. Dies aufgreifend haben wir für Sie eine kurze Zusammenfassung über unser ‘Risikomanagement‘ verfasst. Wir hoffen, die Schilderungen stoßen auf Ihr Interesse und wünschen viel Spaß beim Lesen!

Risikomanagement bei der PENSIONSKASSE:

Der Geschäftsbetrieb eines Unternehmens sowie auch der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien unterliegen Risiken, die nahezu jeder von uns kennt. Dies gilt aber ebenso für jede kalkulierte Versicherungsleistung. Auch hier können Risiken dazu führen, dass die ehemals durchgeführten Berechnungen später nicht aufgehen und eine Schieflage entsteht. Dies kann beispielsweise dann passieren, wenn die Leistungen im Durchschnitt deutlich länger als erwartet bezogen werden. Diese Risiken sind für viele, die sich nicht täglich mit dem Thema beschäftigen, sicherlich nicht so offensichtlich, was ihre Bedeutung jedoch nicht schmälert. Es gilt sie zu beachten und zu beherrschen. 

Ebenso ist auch jede Kapitalanlage, welche die PENSIONSKASSE tätigt, um ihren Mitgliedern und Rentenempfängern die zugesagten Leistungen zu zahlen, mit einem Risiko verbunden. Die Tatsache, dass dies beispielsweise selbst auf vermeintlich sichere Staatsanleihen zutrifft, ist nicht erst nach diversen Krisen und Zahlungsausfällen in Argentinien kein Geheimnis mehr. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1816 ist der südamerikanische Staat neun Mal seinen Schulden nicht oder nicht vollständig nachgekommen. Nicht zuletzt die Schuldenkrise in Griechenland vor knapp über zehn Jahren hat aber gezeigt, dass auch Anlagen in der heimischen Eurozone nicht ohne Risiko sind. Generell bestimmen u.a. Faktoren wie die Dauer einer Anlage, die zwischenzeitige Verfügbarkeit des Geldes sowie das Ausfallrisiko die Rendite einer Anlage. Allerdings können eben auch diverse Aspekte oder gar Fallstricke dafür sorgen, dass aus einem Anlageerfolg ein Misserfolg wird. Ohne Risiken kann also auch in der betrieblichen Altersversorgung, wie sie bei der HOCHBAHN und der anderen Mitgliedsunternehmen angeboten wird, keine Leistung gezahlt werden!

Um die aktuellen und künftigen Leistungsempfänger zu schützen, hat der Staat daher verschiedene Regularien geschaffen, welche die späteren Rentenzahlungen absichern sollen. Überwacht wird die Einhaltung der Vorgaben im Falle der PENSIONSKASSE von einer staatlichen Aufsichtsbehörde, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Grundsätzlich gilt beispielsweise, dass die Anlageentscheidung sowie die Betrachtung des Risikos einer Anlage nicht in einer Hand liegen sollen. Ebenso gibt es versicherungsmathematische Grundlagen, wie die Leistungen kalkuliert werden. Um solche und ähnliche grundsätzlichen Rahmenbedingungen bzw. Mindeststandards festzulegen, hat die BaFin verschiedene Regelwerke wie die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung (bestimmen Mindeststandards für den Geschäftsbetrieb) und die Anlageverordnung (legt fest, welche Art von Kapitalanlage erlaubt ist und welche nicht) formuliert. Diese sowie weitere Gesetze und Vorschriften bestimmen die Rahmenbedingungen, welchen u.a. auch die PENSIONSKASSE in ihrer Tätigkeit unterliegt.

Wie die einführenden Worte verdeutlicht haben, ist ein wichtiger Teilbereich in jeder Versicherung oder Pensionskasse das Risikomanagement. Dieses ist bei der PENSIONSKASSE in der Abteilung ‚Finanzen / Stabsbereich‘ angesiedelt. Hier laufen die Fäden und Daten aus allen einzelnen Bereichen zusammen. Es gilt dort dann, sowohl diese Daten zu hinterfragen, zu bewerten und sie zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen. Das Risikomanagement muss mit den Experten der verschiedenen Abteilungen oder ggf. auch mit Hilfe externer Dienstleister jegliche Risiken aus allen Bereichen identifizieren, sie einschätzen, eine Messbarkeit herstellen und sie überwachen oder sofern möglich, sie sogar reduzieren. Aus dem Gesamtbild, welches das Risikomanagement erstellt, werden nach Vorgabe des Vorstands eine Geschäfts- und eine Risikostrategie erstellt, welche dem Aufsichtsrat vorgelegt und von diesem verabschiedet werden. Diese Dokumente legen fest, welche Ziele die PENSIONSKASSE wie verfolgt und welche Risiken hierbei in Kauf genommen werden. Nur, wenn der generelle Weg mit seinen eventuellen Unwägbarkeiten in einer solchen Form bestimmt wird, kann eine gezielte Umsetzung in der Versicherungsmathematik sowie den Kapitalanlagen erfolgen und kann somit auch etwaigen Gefahren frühzeitig begegnet werden. 

All dies bildet die Grundlage für einen Geschäftserfolg, welchen die PENSIONSKASSE bereits seit Generationen auszeichnet.

Die Tätigkeiten im Risikomanagement sind in der Regel aber keine einmaligen Aufgaben, sondern müssen regelmäßig wiederholt werden. Unser aller Umfeld unterliegt einem steten Wandel, der gefühlt immer mehr an Fahrt aufnimmt. Dementsprechend ist es am Risikomanagement, diesen Wandel und seine möglichen Auswirkungen im Blick zu behalten, um, falls erforderlich, darauf zu reagieren. Stimmt die Einschätzung der Risiken noch mit den aktuellen Gegebenheiten überein? Gibt es eventuell neue Risiken, welche sich mit der Zeit entwickelt haben und die nun relevant sind? Generell gilt: Je größer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Risiko auf- bzw. eintritt, und je höher ein vermeintlicher wirtschaftlicher Schaden ist, desto intensiver gilt es dieses also fortwährend zu betrachten. Dies geht von täglichen Berichten bei Anlageformen, die starken Schwankungen unterliegen (z. B. Aktien), über wöchentliche oder monatliche Berichte, bei denen dann zumeist Anlageklassen zusammengefasst werden, bis hin zu jährlichen Betrachtungen. Jährlich werden beispielsweise die langfristigen Entwicklungen der Versicherungs- und der Anlageseite simuliert, wobei zusätzlich verschiedenen Szenarien analysiert werden. Wie man sehen kann, ist das Risikomanagement also eher ein Marathon und kein Sprint! Es gilt Ausdauer und langen Atem zu zeigen.

Sollte ein Risiko dann tatsächlich wahrscheinlicher werden oder gar ein Schaden für die PENSIONSKASSE eintreten, so gilt es umgehend zu handeln. Dies ist allerdings nichts, was dem Risikomanagement obliegt. Die Mitarbeitenden der Abteilung ‚Finanzen / Stabsbereich‘ beobachten und bewerten lediglich. Die Ergebnisse ihrer Arbeit melden sie dem Vorstand, denn alle Entscheidungen werden dort getroffen. Hier wie überall bei der PENSIONSKASSE zählt ‚Teamwork‘. Nur wenn überall Hand in Hand gearbeitet wird, kann auch im Sinne der Mitglieder und Versicherten das Beste herausgeholt werden. Und dies zwar nicht ohne, aber mit einem gut beherrschbaren Risiko …

Wenn Sie mehr zu der Kapitalanlage der PENSIONSKASSE wissen möchten, dann schauen Sie sich gerne einmal deren Aufteilung per 31.12.2024 an. Weitere Aussagen zur Anlagepolitik der PENSIONSKASSE sowie zur Risikobewertung und -steuerung finden Sie hier.